Samstag, 12. Dezember 2009
Montag, 5. Oktober 2009
Das Genie
Tja, mir geht so vieles durch den Kopf. Durcheinander. Manchmal wortlos, manchmal sinnlos. Was mir durch den Kopf geht, weiß ich selber nicht so genau. Aber ich habe ein Gefühl von Druck an meinen Schläfen. Meistens ist es der Hinterkopf. Ich denke: es sind keine Kopfschmerzen. Denn weder Aspirin, noch Paracetamol haben je eine Änderung in meiner Wahrnehmung dieses Druckes geändert. Eigentlich haben sie es nur verstärkt.
Deshalb werde ich auch nie eine Struktur in meinen Gedanken haben. Aber Struktur und Ordnung ist auch was für Wissenschaftler oder Pedanten. Genies und Chaoten brauchen die Unordnung. Vielleicht bin ich kein Messie (hab’s im TV-Stern zum erstenmal gehört, von diesem Krankheitsbild, das für Menschen erfunden wurde, die nie aufräumen können), sondern ein Genie.
Aber ich denke viele Versager denken von sich sie seien verkannte Genies und ihre Zeit liege in der Zukunft. Wer weiß. Vielleicht stimmt’s. Vielleicht ist es nur Selbstbetrug.
Ich hab mir überlegt ob ich meine Gedanken aufschreiben soll, aber das kann ich nicht. Ich denke viel zu schnell nach und meine Hände sind nicht schnell genug, um den Stift derart schnell übers Papier gleiten zu lassen, und dabei Buchstaben zu formen, dass daraus lesbare Sätze entstehen.
Auch, wenn ich mal es schaffe in der Geschwindigkeit meiner Gedanken zu schreiben, habe ich am Ende doch nur eine verschnörkelte langgezogene Linie oder nur unleserliche Krakelüren.
Ich werde nie ein Roman schreiben, geschweige denn einen Brief, an wen denn auch. Oder sagt man da: ich werde nie einen Brief schreiben, geschweige denn einen Roman. Denn, damit will man ja sagen, das man nicht mal wenig oder unwichtiges schreibt, wie soll man dann fähig sein, große, strukturierte dinge auf die Reihe zu kriegen.
Genauso unstrukturiert ist mein Leben hier im Gefängnis. Oh, ne Äußere Struktur, durch Mahlzeiten und Ausgängen und Besucherzeiten hat es, aber, da ich mir eh nie die Reihenfolge merke, geschweige denn an die Tage mich erinnern kann, welchen wir haben, ändert dieser Routine Einbruch in meinem Empfinden gar nichts.
Vielleicht ist es auch gut so, wenn man kein Zeitempfinden hat, wenn man 25 Jahre seines restlichen Lebens hier verbringen muss, und wenn man das Gefühl hat, man würde in einem Jahr schon nicht mehr hier sein. Nicht hier im Gefängnis oder auf der Welt, was ist schon der Unterschied. Ich weiß nicht, ob ich eine Todessehnsucht habe, weil ich mir manchmal wünsche nicht hier zu sein. Ja nicht hier sein. Ich weiß nicht ob ich nicht hier, im Gefängnis, oder nicht hier auf der Welt, nicht hier in diesem Körper, mit diesem Leben sein will. Ich weiß nicht.
Es ist einfach ein Gefühl, ein Wunsch körperlos sein zu wollen, und fern von jeglichem irdischen Labsal.
(Labsal? Woher kenn ich das Wort bloß? Manchmal benutze ich Wörter, die ich nicht kenne. Sie gehen einfach durch meinem Kopf wie Klänge; wie die Töne von Klangstäben, die vom Windhauch angestoßen, zu klirren und klimpern anfangen; dann hab ich einen Klang im Schädel und spreche es manchmal aus, einfach so, weil es schön klingt. Woher ich das Wort dann kenne, weiß ich nicht. Ich weiß eh nie, woher ich die Dinge weiß, die ich weiß. Vielleicht vom Fernsehen.
Vielleicht hab ich es gehört, als ich einst mal durch die Strassen gondelte, und beim Vorbeiziehen, in die großen Augen der Schaufenster oder der kleinen Wesen blickte, die von Händen vorangezogen wurden, in eine Richtung, die ihnen Angst einflößte: Unaufhaltsam gingen sie mit ihren kleinen Füßen in eine Zukunft, die ihre zarten Wangen, zu hängenden Elefantenhaut machen drohte. Labsal, höre ich dann irgendwoher Labsal. Und meine, es ist eine Qual, von einer Hand gezogen zu werden, irgendwohin, wo man nicht hin will. Labsal klingt wie: im-Schönen-Nichtstun-Qual-erleiden. ....) Aus diesem Grund will ich auch nicht mehr sein. Nicht mehr sein wollen, klingt wie sterben wollen...
Nein - ich will nicht sterben. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine feine zarte Haut, eine kalte metallene Klinge zerstört. Diese absolut geschlossene, straff gespannte Bindegewebe, aufreißen?! dass daraus ein zähflüssiges rotes, bald verkrustendes Etwas raussickert? Nein. NIE. Nie im LEBEN. Dafür hänge ich zu sehr daran, denn ohne mein Leben, könnte ich ja nicht mehr meinen Gedanken hinterher hängen. Oder vielleicht doch. Bloß, Gedanke sein. Reiner Gedanke. Ginge das? Ohne Körper. Körperlos. Dann gebe es auch keine Empfindungen. Keine Empfindungen haben? Dann doch lieber Empfindung sein? Bloße Empfindung?
Deshalb werde ich auch nie eine Struktur in meinen Gedanken haben. Aber Struktur und Ordnung ist auch was für Wissenschaftler oder Pedanten. Genies und Chaoten brauchen die Unordnung. Vielleicht bin ich kein Messie (hab’s im TV-Stern zum erstenmal gehört, von diesem Krankheitsbild, das für Menschen erfunden wurde, die nie aufräumen können), sondern ein Genie.
Aber ich denke viele Versager denken von sich sie seien verkannte Genies und ihre Zeit liege in der Zukunft. Wer weiß. Vielleicht stimmt’s. Vielleicht ist es nur Selbstbetrug.
Ich hab mir überlegt ob ich meine Gedanken aufschreiben soll, aber das kann ich nicht. Ich denke viel zu schnell nach und meine Hände sind nicht schnell genug, um den Stift derart schnell übers Papier gleiten zu lassen, und dabei Buchstaben zu formen, dass daraus lesbare Sätze entstehen.
Auch, wenn ich mal es schaffe in der Geschwindigkeit meiner Gedanken zu schreiben, habe ich am Ende doch nur eine verschnörkelte langgezogene Linie oder nur unleserliche Krakelüren.
Ich werde nie ein Roman schreiben, geschweige denn einen Brief, an wen denn auch. Oder sagt man da: ich werde nie einen Brief schreiben, geschweige denn einen Roman. Denn, damit will man ja sagen, das man nicht mal wenig oder unwichtiges schreibt, wie soll man dann fähig sein, große, strukturierte dinge auf die Reihe zu kriegen.
Genauso unstrukturiert ist mein Leben hier im Gefängnis. Oh, ne Äußere Struktur, durch Mahlzeiten und Ausgängen und Besucherzeiten hat es, aber, da ich mir eh nie die Reihenfolge merke, geschweige denn an die Tage mich erinnern kann, welchen wir haben, ändert dieser Routine Einbruch in meinem Empfinden gar nichts.
Vielleicht ist es auch gut so, wenn man kein Zeitempfinden hat, wenn man 25 Jahre seines restlichen Lebens hier verbringen muss, und wenn man das Gefühl hat, man würde in einem Jahr schon nicht mehr hier sein. Nicht hier im Gefängnis oder auf der Welt, was ist schon der Unterschied. Ich weiß nicht, ob ich eine Todessehnsucht habe, weil ich mir manchmal wünsche nicht hier zu sein. Ja nicht hier sein. Ich weiß nicht ob ich nicht hier, im Gefängnis, oder nicht hier auf der Welt, nicht hier in diesem Körper, mit diesem Leben sein will. Ich weiß nicht.
Es ist einfach ein Gefühl, ein Wunsch körperlos sein zu wollen, und fern von jeglichem irdischen Labsal.
(Labsal? Woher kenn ich das Wort bloß? Manchmal benutze ich Wörter, die ich nicht kenne. Sie gehen einfach durch meinem Kopf wie Klänge; wie die Töne von Klangstäben, die vom Windhauch angestoßen, zu klirren und klimpern anfangen; dann hab ich einen Klang im Schädel und spreche es manchmal aus, einfach so, weil es schön klingt. Woher ich das Wort dann kenne, weiß ich nicht. Ich weiß eh nie, woher ich die Dinge weiß, die ich weiß. Vielleicht vom Fernsehen.
Vielleicht hab ich es gehört, als ich einst mal durch die Strassen gondelte, und beim Vorbeiziehen, in die großen Augen der Schaufenster oder der kleinen Wesen blickte, die von Händen vorangezogen wurden, in eine Richtung, die ihnen Angst einflößte: Unaufhaltsam gingen sie mit ihren kleinen Füßen in eine Zukunft, die ihre zarten Wangen, zu hängenden Elefantenhaut machen drohte. Labsal, höre ich dann irgendwoher Labsal. Und meine, es ist eine Qual, von einer Hand gezogen zu werden, irgendwohin, wo man nicht hin will. Labsal klingt wie: im-Schönen-Nichtstun-Qual-erleiden. ....) Aus diesem Grund will ich auch nicht mehr sein. Nicht mehr sein wollen, klingt wie sterben wollen...
Nein - ich will nicht sterben. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine feine zarte Haut, eine kalte metallene Klinge zerstört. Diese absolut geschlossene, straff gespannte Bindegewebe, aufreißen?! dass daraus ein zähflüssiges rotes, bald verkrustendes Etwas raussickert? Nein. NIE. Nie im LEBEN. Dafür hänge ich zu sehr daran, denn ohne mein Leben, könnte ich ja nicht mehr meinen Gedanken hinterher hängen. Oder vielleicht doch. Bloß, Gedanke sein. Reiner Gedanke. Ginge das? Ohne Körper. Körperlos. Dann gebe es auch keine Empfindungen. Keine Empfindungen haben? Dann doch lieber Empfindung sein? Bloße Empfindung?
Die Vespergurke
Wir haben hier sogar einen Internet Anschluss, den wir benutzen können, wenn wir ganz „brav“ waren. Dann hocke ich da in den Chaträumen und rede mit den sexsüchtigen über meine Wehwehchen, welche mich so bedrücken hier; und ich schreibe ellenlange Emails, den Seelenverwandten oder dem barmherzigen Herz, das mir seine „addy“ in einer schwachen Stunde offenbarte.
Ich habe auch einen Fernseher in meinem Zimmer, der die ganze Zeit läuft. Ich schalte ihn nie ab. Mache mir meine Gedanken darüber, aus Langeweile, um mich irgendwie zu beschäftigen, weil ich mich beim Lesen so schwer tue.
Meine Gedanken quälen mich manchmal, und ich kann sie nicht stumm stellen, weil sie ohne mein zutun Laut reden. Immerfort. Manchmal träume ich auch laut, und wenn ich mittendrin aufwache, merke ich wie ich stumm vor mich hinrede, oder sind es wieder meine lauten Gedanken. Sind es diese Gedanken, die ich im Traum als Bilder sehe?
Was sehe ich. Ich bin kein phantasievoller Mensch, aber warum sehe ich in meinen Träumen manchmal Menschen, die ich nicht kenne, die mich trösten und Ratschläge geben. Die mit mir Grillen gehen? Dann wache ich auf, weil es mich erschrickt, dass ich all meine Zähne verloren habe, und reflexartig greife ich in mein Mund und fühle die Zähne. Und ich meine, der eine unter Zahn wackelt sehr verdächtig.
Und ich sehe rüber zu meinem Tisch, wo noch ein Stück Gurke übrig ist, vom Vortag, den ich aufgehoben habe, weil sie mich an meinen Vater erinnerte, und ich denke mir, ich werde nie wieder in etwas Hartem genüsslich reinbeißen können. Und der Gurkengeruch, frisch und grün steigt mir in die Nase und ich sehe meinen Vater wieder, wie er die halbe Vespergurke viertelt, mit den Fingern Salz einstreut und das Grün mit seinen Händen reibt, als würde er damit Feuer machen. Dann reicht er mir ein Viertel und ich ziere mich und sage schmollend: Neeeein! Doch als er es knackend, saftig aufzuessen anfängt, und der Geruch mir entgegen spritzt, so gucke ich doch habenwollend, und ziere mich noch die Hand auszustrecken. Obgleich ich danach geifere, zage ich danach zu greifen, als würde ich mich vor einer verbotenen Frucht schützen wollen, das mir die ewige Verdammnis bringt. Vor meinen Augen hat Vater alles aufgegessen und der Anblick der leeren Stelle, an der der Gurkenviertel lag, ist mir ein Stich im Herzen. Und ich bin erbost, dass er es mir kein zweites Mal mehr anbot. Als Vater sich an eine zweite Hälfte der Vespergurke macht, es viertelt und salzt, merke ich, wie das Wasser mir im Mund zusammenläuft. Vater schielt zu mir rüber ohne sein Kopf von der frisch nach Grün duftenden Gurke zu heben. Er grinst. Als er mir jetzt ein Viertel anbietet sage ich nicht nein und strecke meine Kinderhand aus. Aber irgendwie will die Gurke mir nicht so gut schmecken wie ihm.
Die Gurke auf dem Teller vor mir im Gefängnis riecht farblos wässrig.
Ich habe auch einen Fernseher in meinem Zimmer, der die ganze Zeit läuft. Ich schalte ihn nie ab. Mache mir meine Gedanken darüber, aus Langeweile, um mich irgendwie zu beschäftigen, weil ich mich beim Lesen so schwer tue.
Meine Gedanken quälen mich manchmal, und ich kann sie nicht stumm stellen, weil sie ohne mein zutun Laut reden. Immerfort. Manchmal träume ich auch laut, und wenn ich mittendrin aufwache, merke ich wie ich stumm vor mich hinrede, oder sind es wieder meine lauten Gedanken. Sind es diese Gedanken, die ich im Traum als Bilder sehe?
Was sehe ich. Ich bin kein phantasievoller Mensch, aber warum sehe ich in meinen Träumen manchmal Menschen, die ich nicht kenne, die mich trösten und Ratschläge geben. Die mit mir Grillen gehen? Dann wache ich auf, weil es mich erschrickt, dass ich all meine Zähne verloren habe, und reflexartig greife ich in mein Mund und fühle die Zähne. Und ich meine, der eine unter Zahn wackelt sehr verdächtig.
Und ich sehe rüber zu meinem Tisch, wo noch ein Stück Gurke übrig ist, vom Vortag, den ich aufgehoben habe, weil sie mich an meinen Vater erinnerte, und ich denke mir, ich werde nie wieder in etwas Hartem genüsslich reinbeißen können. Und der Gurkengeruch, frisch und grün steigt mir in die Nase und ich sehe meinen Vater wieder, wie er die halbe Vespergurke viertelt, mit den Fingern Salz einstreut und das Grün mit seinen Händen reibt, als würde er damit Feuer machen. Dann reicht er mir ein Viertel und ich ziere mich und sage schmollend: Neeeein! Doch als er es knackend, saftig aufzuessen anfängt, und der Geruch mir entgegen spritzt, so gucke ich doch habenwollend, und ziere mich noch die Hand auszustrecken. Obgleich ich danach geifere, zage ich danach zu greifen, als würde ich mich vor einer verbotenen Frucht schützen wollen, das mir die ewige Verdammnis bringt. Vor meinen Augen hat Vater alles aufgegessen und der Anblick der leeren Stelle, an der der Gurkenviertel lag, ist mir ein Stich im Herzen. Und ich bin erbost, dass er es mir kein zweites Mal mehr anbot. Als Vater sich an eine zweite Hälfte der Vespergurke macht, es viertelt und salzt, merke ich, wie das Wasser mir im Mund zusammenläuft. Vater schielt zu mir rüber ohne sein Kopf von der frisch nach Grün duftenden Gurke zu heben. Er grinst. Als er mir jetzt ein Viertel anbietet sage ich nicht nein und strecke meine Kinderhand aus. Aber irgendwie will die Gurke mir nicht so gut schmecken wie ihm.
Die Gurke auf dem Teller vor mir im Gefängnis riecht farblos wässrig.
Der Mann im Mond
Mir ist hier, im deutschen Gefängnis bei Eichzell, nichts verwehrt. Es geht mir gar ziemlich gut hier. Bekomme drei Mahlzeiten am Tag und die schmecken mir gar, wenn man nicht so anspruchsvoll ist und sich zu begnügen versucht. Im Schlichten die Essenz suchend nähre ich mich davon. Mein Bett ist bequem. Ich schlafe wohl darin. Nur Vollmondnächte wach ich in der Nacht auf und sitze bis zum Morgengrauen, ohne zu ahnen, dass draußen der Mond in seiner vollen Fülle am Firmament strotzt und Wölfe zum Heulen bringt. An diesen Nächten ist mir auch zu heulen, warum weiß ich selber nicht. Wenn der Wächter das Essen mir des morgigen Tages bringt, und beiläufig beim Smalltalk erwähnt, dass es wieder Vollmond ist, weiß ich wieder, warum ich nicht schlafen konnte, oder wenn die Sternkonstellation wieder günstig ist und ich den Vollmond an meinem Fenster sehe, so betrachte ich ihn in voller Verzweiflung und denke: ICH! bin der „Mann im Mond“, der keine Seele um sich hat, mit dem er reden kann....
Sehnsucht
Es zerreißt mich so inniglich die Sehnsucht nach einem Menschen, mich mit jemanden auszutauschen, das ich dies nicht zu schildern vermag. Wie denn auch?
Im Gefängnis
Warum ich jetzt im Gefängnis bin?
Ich weiß nicht -- wie soll ich das erzählen? Ich bin nicht gut mit Wörtern. Ein großer deutscher Dichter hat mal gesagt: „Wörter sind Schall und Rauch.“
Ich finde: Schall ja, wenn man sie ausspricht. Schall ja, wenn man sie hört. Schall ja, wenn das Ohrwerkzeug noch funktioniert und man nicht taub ist. Schall ja, aber warum Rauch?
Weil sie einen im Innern verbrennen können? Weil sie keine Spuren hinterlassen? Aber das tun sie, das tun sie gewiss! Spuren hinterlassen, wie Rasierklingen, wie die Narben einer Naht, unverwischbar...
Wörter.
Wo soll ich anfangen? Was soll ich schildern?
Ich weiß nicht -- wie soll ich das erzählen? Ich bin nicht gut mit Wörtern. Ein großer deutscher Dichter hat mal gesagt: „Wörter sind Schall und Rauch.“
Ich finde: Schall ja, wenn man sie ausspricht. Schall ja, wenn man sie hört. Schall ja, wenn das Ohrwerkzeug noch funktioniert und man nicht taub ist. Schall ja, aber warum Rauch?
Weil sie einen im Innern verbrennen können? Weil sie keine Spuren hinterlassen? Aber das tun sie, das tun sie gewiss! Spuren hinterlassen, wie Rasierklingen, wie die Narben einer Naht, unverwischbar...
Wörter.
Wo soll ich anfangen? Was soll ich schildern?
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